unknown -Kapitel 3-

3 08 2009

24.08.1996

Ein trüber Tag began. Zumindest im Bereich der emotionalen Gefühlswelt. Es war ein sonniger morgen. Um neun Uhr waren es bereits 17°C, welches für die örtlichen Gegebenheiten schon ziemlich viel war.

Officer McMulligan kam gegen zehn Uhr zu Neils Eltern. Wir saßen gemiensam auf der Veranda und niemand vin uns sprach ein Wort.
Es dauert etwa eine halbe Stunde bis McMulligan aus dem Haus der Lassiters kam. Er ging wortlos an uns vorbei, setzte sich seinen Streifenwagen und fuhr los. Neils Mutter kam auf die Veranda, nahm ihn in den Arm und sagte ihm, er müsse erst heute Nachmittag mit dem Officer sprechen. Er solle sich noch etwas ausruhen.

Selbstverständlcih war zu diesem Zeitpunkt nicht an ausruhen zu denken. Er stand auf, lief langsam die Verandatreppe hinunter und begb sich zum Straßenrand. Er blickte nach rechts die Straße hinauf. Jener weg, welchen Lnda am Vorabend ging. Jener Moment, in der er sie das letzte mal sah.
In diesem Moment schossen ihm die Tränen in die Augen und der setzte sich auf dem Fußweg nieder.
Ich stand wie angewurzelt auf der Verande neben seiner Mutter und wusste nicht was ich tun sollte, bis ich mich schließlich entschloss, zu ihm zu gehen. Ich setzte mich neben ihn und nahm ihn in den Arm. Sagen konnnte ich zu diesem Zeitpunkt noch immer nichts.

Wir saßen einfach nur da. Wir merkten nicht einmal wie der Himmel sich zuzog und die SOnne langsam verschwand. Plötzlich fing es noch an zu regnen. Wir saßen einfach nur da.

Gegen 14 Uhr kam Neils Vater nach Hause. Er musste arbeiten und hatte von dem Vorfall erst am Vormittag erfahren. Sein Chef erlaubtre ihm früher zu gehen um gemeinsam mit Neil und mir zur Polizei zu fahren.

Während der Fahrt dorthin versuchte er uns behutsam darauf vorzubereiten, dass dies nochmal ein schwieriger Moment werden würde. Er sagte wir sollen uns all die Zeit nehmen die wir brauchen.

Ich denke, nichts was er hätte sagen können hätte einen von uns darauf vorbereitet, was nun kam.

McMulligan und sein Kollege, Officer Darryl Wayens stellten sich vor und baten uns in unterschieldiche Räume. McmUlligan ging mit Neil in einen kleinen Raum ind dem ein Tisch und drei Stühle standen. Er bat Neils Vater draußen zu warten. Er könne sich einen Kaffee nehmen und im Warteraum auch gerne etwas lesen, sagte er. Ich ging mit Wayens den Flur hinunter in einen Raum, der nicht größer war als eine Abstellkammer. Er bat mich, mich zu setzen. Einige Sekunden herrschte noch Stille. dan drehte sich zu mir herum…

Das Verhör

Wayens bat mir ein Glas Wasser an. Er nahm sich eine Zigarette und zündete diese genüsslich an. Ich fragte ihn, ob ich auch eine haben könne. Mehr Wiederwillig gab er mir eine Zigarette und Feuer.

Er fragte mich, ob ich schon wüsste wie der aktuelle Stand der Ermittlungen ist. Da ich eigentlich noch nichts wusste teilte ich ihm dies mit.

Noch heute wird mir schlecht wenn ich an die Worte von Officer Darryl Wayens denke:
“Wir haben heute morgen gegen 5:30 Uhr die Information bekommen, dass eine ältere Dame beim spazieren gehen mit ihrem Hund die Kleidungstücke eines Mädchens gefunden hat.
Sie rief die Polizei und wir konnten anhand es beiliegenden Portmonaise erkennen, dass es sich um Linda hielt.”

Ich konnte einfach nur vor mich hinstarren. Heute kann ich sagen, dass der noch junge Officer nicht gerade mit sehr viel Feingefühl an dieses Thema herantrat. Ich dachte in diesem Moment auch an Neil. Hoffentlich ist McMulligan behutsamer als dieser tölpel.

Ich sollte ihm den gesamten Tagesablauf des 23.081996 noch einmal schildern.

“Es war ein Freitag wie jeder Freitag. An diesem Tag musste ich nicht zur Schule gehen. Auch Neil hatte sich freigenommen. Wir trafen uns am Samstag morgen um neun Uhr. Zumindest waren wir um die Zeit verabredet. Neil kam jedoch zwanzig Minuten später – wie üblich. Ich hatte bereits meinen Kaffee und Frühstück bestellt. Neil setzte sich zu mir und bestellte ebenfalls. Gegen viertel vor zehn haben wir unsere Bestellung erhalten und umgehend mit dem Essen begonnen. Zwischendruch haben uns eigentlcih nur über belanglose Dinge unterhalten und eninpaar Scherze gemacht. Ich erinnere mich an einen Mann, der beim vorbeilaufen an unserem Tisch versehntlcih gegen Neils rechte Schulte stieß. Da er sich aber nicht entschuldigte rief Neil im etwas nach. Er sagte ihm er solle doch etwas aufpassen oder so ähnlich. Der Mann drehte sich einmal kurz um, grinste verwegen und lief weiter.
Wir unterhielten uns über das bevorstehende Straßenfest und er berichtete mir, dass er vor haben Linda einen Ring zu schenken. Sie habe ihn vor einigen Tagen in einem Juweliergeschäft geshen und gesagt er würde ihr gefallen. Sie hatte nicht gesagt, dass sie ihn haben wolle, aber er war fest entschlossen ihr damit eine Freude zu machen. Nachdem wir mit dem Frühstück fertig waren gingen wir zu besagtem Juwelier. Der Ring sollte 380 Pfund kosten. Da Neil selten sein Geld sparte wurde das eng für ihn. Aber er sagte, er habe sich in letzter Zeit zusammengerissen. Wir gingen in das Geschäft und Neil kaufte den Ring. er hatte exakt 380 Pfund für den Ring dabei. Das Frühstück habe ich bezahlt.
Neil wollte Linda am Nachmittag gegen 15:00 Uhr bei ihr zu Hause abholen. Da schaffte er es auch grundsätzlich pünktlich zu sein. Ich ging gegen zwei Uhr noch einmal zu mir nach Hause und sah ein wenig fern. Um halb vier kamen Linda und Neil bei mir vorbei. Wir haben noch eine Stunde fern gesehen und sind dann zu Neil gegangen. Dort haben wir uns gemütlich in den Vorgarten gestezt und uns unterhalten.”

Ich schilderte Wayens also den Tagesablauf bis zum nächsten Morgen. Jenem Moment, als ich erfuhr was geschehen war.

Obwohl ich noch immer keine Informationen hatte was nun tatsächlich geschehen war bat Wayens mich nun vor der Tür einen kurzen Augenblick zu warten.

Ich sah den Flur hinunter um zu sehen, ob Neil noch immer in der Vernehmung war. Ich konnte ihn jedoch nicht sehen. Ich starrte auf die Uhr, welche über jenem Raum hing, in dem Wayens gerade wild gestikulierend telefonierte.

Es vergingen ca. zehn Minuten bis Wayens mich wieder in den Raum bat. Er sagte mir nur noch, dass er alles wissenswerte aufgenommen hätte und ich mich jederzeit bei ihm melden solle, wenn mir weitere Einzelheiten einfallen würden. Dann konnte ich gehen. Ich dachte mir in diesem Moment wie es sein kann, dass es gewesen sein könne. Nichts. Keine Info. Er hörte mir eine halbe Stunde zu, ließ mich warten und dann sollte ich gehen.

Auch auf meine Frage nach den Geschehnissen bekam ich von Wayens keine Informationen. Er dürfe mir noch nichts sagen.
Neil kam etwa zehn Minuten nach mir aus dem Gespräch. Er lief schweigend zur Tür und wir gingen beide wortlos über die Straße und setzten uns auf einer im gegenüberliegenden Park stehenden Parkbank hin.

Neil began damit, mir zu erzählen was laut bisherigen Ermittlungen geschehen sein soll. Er erzählte mir, dass Linda von einer bisher unbekannten Person auf dem nach Hauseweg abgefangen wurde. Später fand eine Spaziergängein Kleidungsstücke an einem Waldweg.

Linda´s Leiche wurde um viertel vor sieben an einem kleinen Bach in der Nähe dieses Weges gefunden. Noch vor acht Uhr hatte Ihr Vater sie identifizieren können.

Neil bat mich, ihn zu diesem besagten Waldweg zu begleiten. Er wollte unbedingt einmal dorthin gehen. Ich versuchte zwar, ihm davon abzuraten. Jedoch erfolglos.

Es war bereits sieben uhr am Abend als wir mit unseren Fahrrädern an jenem Weg ankamen. Uns verwunderte, dass hier nichts abgespärt worden war. Das obwohl die Polizei noch nichtzs genaueres über den Tathergang sagen konnte oder wollte.

Wir gingen den Weg entlang in Richtung des kleinen Flusses. etwa zehn Meter bevor wir den Fluss erreichten sah Nel etwas am Rand des Weges schimmern. Es war eine kleine Kette. Eine für den Arm. Neil sah sich die Kette an, konnte jedoch nichts besonderes finden. Auf der Innenseite der Kette befand sich nur ein Gravur: “TimmyD.”
Mehr stand dort nicht. Neil wollte die Kette schon wegwerfen. Ich nahm die Kette an mich und steckte sie in meine Tasche. Warum weiß ich nicht geau. Vielleicht habe ich zuviele Krimifilme gesehen und dachte das auch hier der kleine übersehene Hinweis den Täter entlarven wird.

Neil und ich setzten uns an den Fluss und rauchten eine Zigarette. Erst jetzt began er mit mir über sein Befinden zu sprechen.

Zu diesem Zeitpunkt konnten wir uns nicht vortsellen, dass alles wieder werden würde, wie es einmal war…


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